Das braune Gold.

Die Ernte

Einmal jährlich (in wenigen Anbaugebieten zweimal im Jahr) wird das braune Gold geerntet – nördlich des Äquators in der Zeit von September bis Dezember, südlich des Äquators von April bis August. Die Ernte dauert meist zwei Monate, weil die Pflanzen nicht alle zur gleichen Zeit reif sind. Die sogenannte Kaffeekirsche ist reif, wenn sie dunkelrot gefärbt ist. Die Ernte erfolgt übrigens auch heute noch meist in echter Handarbeit.

Dabei wird zwischen zwei unterschiedlichen Pflückmethoden unterschieden – der Picking-Methode und der Stripping-Methode.

Die Picking-Methode verspricht allergrößte Qualität des späteren Kaffees, da wirklich nur die dunkelroten, reifen Früchte geerntet werden. Dafür machen die Pflücker immer wieder Kontrollgänge auf den Plantagen, um die gewünschten Kaffeekirschen zu finden. Ihre Ausbeute beträgt bei dieser Methode zwischen 50 und 100 Kilo. Besonders der Arabica-Kaffee wird mit dieser Methode geerntet.

Die Stripping-Methode ist deutlich preiswerter , weil alle Kaffeekirschen gleichzeitig geerntet werden. Da bei dieser Ernte auch unreife und überreife Bohnen gepflückt werden, wird häufig nachsortiert, um die Qualität nicht allzu sehr zu verringern.

Nach der Ernte werden die Kaffeebohnen von ihrer Hülle befreit. Auch dafür gibt es zwei unterschiedliche verfahren – das Trocken- und das Nassverfahren. Bei dem Trockenverfahren werden die ungewaschenen Kaffeekirschen auf großen Flächen ungefähr vier Wochen lang von der Sonne getrocknet, wobei sie ständig gewendet werden. Anschließend werden sie durch Maschinen geschält.

Das Nassverfahren entfernt maschinell das meiste Fruchtfleisch der Kaffeekirschen und weicht sie auf. Nachdem ihnen das Silberhäutchen entfernt wurde, werden sie in Wasser getaucht. Die rohe Bohne wird dann nach Größe sortiert und zur Weiterverarbeitung geschickt.